Häufig gestellte Fragen
FAQ

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1. Welche Fehlsichtigkeiten kann LASIK korrigieren?
2. Welche Fehlsichtigkeiten kann PRK/LASEK korrigieren?
3. Kostenübernahme durch die Krankenkasse
4. Steuerlich absetzbar
5. Was bedeutet wissenschaftlich anerkannt?
6. Beide Augen auf ein Mal oder eins nach dem anderen?
7. Mögliche Risiken einer Augenlaser-Behandlung
8. Absetzen der Kontaktlinsen
9. Wie bereite ich mich für die Behandlung vor?
10. Soll ich jemanden zur Behandlung mitbringen?
11. Kann der Sehfehler zu 100% behoben werden?
12. Bleibt das Ergebnis stabil?
13. Verschlechtert sich die Sehfähigkeit mit zunehmendem Alter wieder?
14. Wie fühle ich mich direkt nach der Behandlung?
15. Verhaltensregeln nach der Augenlaserbehandlung
16. Wie lange ist man nach einer Augenlaser-Behandlung arbeitsunfähig?
17. Was versteht man unter Aberration höherer Ordnung?


1. Welche Fehlsichtigkeiten kann LASIK korrigieren?

Kurzsichtigkeit (Myopie): bis – 8.0 Dioptrien
Weitsichtigkeit (Hyperopie): bis + 3.0 Dioptrien
Stabsichtigkeit (Astigmatismus): bis 4.0 Dioptrien


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2. Welche Fehlsichtigkeiten kann PRK/LASEK korrigieren?

Kurzsichtigkeit (Myopie): bis – 6.0 Dioptrien
Stabsichtigkeit (Astigmatismus): bis 4.0 Dioptrien


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3. Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Da eine Augenlaser-Behandlung bei der gesetzlichen Krankenkasse als individuelle Gesundheitsleistung angesehen wird, müssen gesetzlich Versicherte im Normalfall die Kosten für die Behandlung, alle begleitenden Vor- und Nachuntersuchungen, sowie die notwendigen Medikamente (Augentropfen) während der Nachbehandlung selbst übernehmen. Die privaten Krankenversicherungen haben weitreichenderen Spielraum bezüglich ihrer Geschäftspolitik als gesetzliche Versicherungen. Auch ein Blick in die Versicherungsbedingungen kann hilfreich, sein schließlich ist eine Augenlaserbehandlung ein anerkanntes Heilverfahren für Fehlsichtigkeit. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung über Ihren individuellen Fall.


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4. Steuerlich absetzbar

Die Behandlung der Fehlsichtigkeit können Sie steuerlich geltend machen. Die Fehlsichtigkeit wird in den Augen der Finanzverwaltung als Krankheit eingestuft und die Laserverfahren LASIK, LASEK und PRK sind als Heilbehandlungen anerkannt. Somit erkennt das Finanzamt Ihre Aufwendungen für eine Augenlaser-Operation ohne Vorlage eines amtsärztlichen Attests als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG an.


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5. Was bedeutet wissenschaftlich anerkannt?

Die Augenlaser-Behandlung ist wissenschaftlich anerkannt. D.h. die LASIK-Methode wurde 1999 von der Deutschen Opthalmologischen Gesellschaft (DOG) und dem Berufsverband der Augenärzte (BVA) als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur von Sehfehlern eingestuft.

Definition: Als wissenschaftlich anerkannt wird ein Verfahren bezeichnet, wenn Langzeitergebnisse vorliegen, die Spätkomplikationen unwahrscheinlich erscheinen lassen, wenn alle Vor- und Nachteile weitestgehend bekannt sind, und der Anwendungsbereich klar umschrieben werden kann.


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6. Beide Augen auf ein Mal oder eins nach dem anderen?

Wissenschaftliche Studien belegen, dass es langfristig keinen Vorteil bringt, zuerst das eine Auge und später (z.B. nach einer Woche) das andere Auge zu behandeln. Beide Augen können am selben Tag in einer Sitzung (bilateral) behandelt werden.


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7. Mögliche Risiken einer Augenlaser-Behandlung:

Die Entscheidung für oder gegen eine Augenlaser-Behandlung ist von vielen Faktoren abhängig. Sie wird Ihnen aber umso leichter fallen, je besser Sie informiert sind. Die Augenlaser-Behandlung ist eine der weltweit mit am häufigsten durchgeführte medizinische Behandlungen und gehört zu den Eingriffen mit der geringsten Risiko-Rate.

Die Risiko-Rate bei einer Augenlaser-Behandlung liegt statistisch unter 1% und ist mit dem langjährigen Tragen von Kontaktlinsen und dem damit einhergehenden Risiko von Entzündungen oder einer sauerstoffbedingten Schädigung der Hornhaut vergleichbar. Wir werden Sie im Rahmen einer umfassenden Aufklärung über mögliche Restrisiken informieren und Ihnen nur dann zu einem Eingriff raten, wenn Ihre Zielvorstellungen von der Behandlung und Ihr individuelles Risikoprofil für einen solchen Eingriff sprechen. Für einen optimalen Heilungsverlauf ist auch Ihr Engagement gefordert: Darum bitten wir Sie, sich strikt an unsere Anweisungen nach der Behandlung zu halten und die verabreichten Medikamente/Augentropfen gewissenhaft anzuwenden.

Die Nebenwirkungen lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Kategorie 1 – betrifft 15% der Patienten:

Verschwindet ohne weitere Maßnahme von selbst.
Fremdkörpergefühl im behandelten Hornhautgebiet. Dies kann durch die Verletzung der nervenführenden Schicht während der Entfernung des Deckhäutchens bzw. durch die Flap-Bildung geschehen.
Blendungserscheinungen während des Regenerationsprozesses. Besonders nachts kann es in den ersten Wochen zu Störungen z.B. während des Autofahrens kommen, verursacht durch wundheilungsbedingte Hornhautödeme.
Schwankende Sehleistung während der Heilungsphase. Bedingt durch den Heilungsprozess kann dies bis zu 6 Wochen dauern.

Kategorie 2 – betrifft 5% der Patienten:

Durch Medikamente oder durch eine Nachbehandlung behandelbar.
Verbleibender Restsehfehler durch Unter- oder Überkorrektur. Kann durch eine Nachbehandlung frühestens nach Ablauf von 4 Monaten behoben werden.
Blendungserscheinungen durch Gewebsverdichtungen und Ablagerungen im behandelten Bereich (sog. „haze“ bei PRK und LASEK-Verfahren). Diese können mit entsprechenden Augentropfen behoben werden, Hazebildung ist beim LASIK Verfahren unbekannt.
Schwankende Sehleistung während der Heilungsphase. Bedingt durch den Heilungsprozess kann dies über 6 Wochen dauern.

Kategorie 3 – betrifft 0,5% der Patienten:

Bleibende Schäden.
Trübung der Hornhaut durch therapieresistente Entzündungen oder überstarke Haze-Bildung (PRK und LASEK).
Optische Asymmetrien: Geisterbilder hinter Zahlen und Buchstaben, beleuchtungsabhängige Kontrastsehprobleme.
Missverhältnis zwischen optischer (gelaserter) Zone und Pupillenweite. Dies führt zu schlechterer Nachtsicht (Nachtfahrtauglichkeit!), erhöhter Blendempfindlichkeit und inkompletter Sehkraft


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8. Absetzen der Kontaktlinsen

Vor der Voruntersuchung: Bitte tragen Sie mindestens 4 Tage vor der Voruntersuchung keine Kontaktlinsen mehr.

Vor der Laser-Behandlung: Bitte tragen Sie 4 Wochen vor der Behandlung keine harten Kontaktlinsen mehr. Weiche Kontaktlinsen sollten 2 Wochen vor der Behandlung nicht mehr getragen werden. Träger von harten Kontaktlinsen können stattdessen bis zu 2 Wochen vor dem Eingriff weiche Kontaktlinsen tragen.
In Abhängigkeit des Topografie-Befundes können unter Umständen längere Tragepausen erforderlich sein.


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9. Wie bereite ich mich für die Behandlung vor?

Am Tag der Behandlung sollten Sie bitte auf das Auftragen von Make-Up, Parfüm, After Shave und Haarspray verzichten. Nehmen Sie sich am Behandlungstag Zeit: Dieser Tag ist nur für Sie. Sie sollten keinen weiteren Verpflichtungen nachgehen. Sie werden für 2 Stunden im Augenlaserzentrum sein, denn der Eingriff ist stets ambulant. Obwohl die Behandlung selbst nur wenige Minuten dauert, haben Vor- und Nachbereitung einen zeitfüllenden Anteil.


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10. Soll ich jemanden zur Behandlung mitbringen?

Zu zweit ist Vieles leichter! Bringen Sie zur Behandlung eine Begleitperson mit, diese kann Sie dann nach der Behandlung und der Nachkontrolle wieder nach Hause fahren.


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11. Kann der Sehfehler zu 100% behoben werden?

Der Laser arbeitet äußerst präzise (1000stel mm-Bereich). Abhängig von Ihren Ausgangswerten, also Ihrem Grad der Fehlsichtigkeit, ist eine Korrektur der Sehschwäche bis zu 100% möglich. Jedoch ist nicht jeder Brechkraftfehler optimal behandelbar. Sofern Sie für die Laserbehandlung geeignet sind, gelingt die Korrektur meist mit dem Ersteingriff (ca. 94%). Restrefraktionen können durch eine Nachbehandlung behoben oder mit schwachen Sehhilfen (z.B. für Autofahrten) ausgeglichen werden.

Durch die individuell unterschiedliche Hornhautbeschaffenheit und Heilungstendenz ist das Ergebnis nicht exakt vorhersehbar. Statistisch gesehen ergeben sich bei der Behandlung der Kurzsichtigkeit sehr geringe Abweichungen bis 10%, bei der Behandlung der Weitsichtigkeit und des Astigmatismus ergeben sich Abweichungen von bis zu 20%.

Eine Abweichung bis zu 0,5 dpt. wird vom Auge ausgeglichen und erscheint subjektiv optimal. Bei größeren Abweichungen (bis zu 1,25 dpt.) würden Sie für bestimmte Tätigkeiten, z.B. Autofahren bei Nacht, eine Zusatzkorrektur benötigen. Bei größeren Abweichungen würde dauerhaft weiterhin eine Sehhilfe benötigt.


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12. Bleibt das Ergebnis stabil?

Ja, es liegen Langzeiterfahrungen bei der PRK von ca. 20 Jahren und bei der LASIK von über 10 Jahren vor. Nur bei ca. 5% der Patienten gibt es Veränderungen in der Größenordnung von 0,5 Dioptrien innerhalb der ersten 6 Monate, sogenannte Regressionen. Bei Bedarf kann hier nachbehandelt werden. Nach 6 Monaten bleiben die Ergebnisse in der Regel stabil.


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13. Verschlechtert sich die Sehfähigkeit mit zunehmendem Alter oder mit der Zeit wieder?

Im Prinzip nicht, dennoch ist eine geringe Verschlechterung durch weiteres Längenwachstum des Augapfels möglich.

Bitte berücksichtigen Sie, dass ca. ab dem 45. Lebensjahr – mit oder ohne vorheriger Laserbehandlung die sogenannte Alterssichtigkeit beginnt. Diese wird in der Regel mit einer Lesebrille korrigiert, operative Verfahren sind in der Erprobung, haben sich aber noch nicht durchgesetzt.

Ggf. besteht die Möglichkeit, durch eine ungleiche Korrektur der Augen („Monovision“), die Beeinträchtigungen der Alterssichtigkeit deutlich zu mindern.


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14. Wie fühle ich mich direkt nach der Behandlung?

Nach der Behandlung werden Sie mit Augentropfen versorgt. Sie brauchen keinen Verband – nur eine gute Sonnenbrille – und Sie sehen bereits ca. 40 – 50%. Für die erste Kontrolle bleiben Sie noch etwa eine halbe Stunde im Laser-Zentrum und können dann in Begleitung nach Hause gehen.

Nach der LASIK Behandlung spüren Sie für den Rest des Tages ein leichtes Reiben und Tränen – halten Sie am besten die Augen geschlossen. Am Abend sollten Sie bereits beschwerdefrei sein.

Nach PRK und LASEK haben Sie ein wundes Gefühl und – in den meisten Fällen – Schmerzen am gelaserten Auge. Sie werden deshalb prophylaktisch mit Schmerz- und Schlafmitteln versorgt, die Sie bei Bedarf einnehmen können („Heilschlaf“). In der Zeit bis zum völligen Epithelschluss (in der Regel drei Tage nach der Behandlung) bleibt die Verbandlinse permanent im Auge. Am vierten Tag wird die Linse entfernt, danach nimmt die Sehkraft kontinuierlich zu. 
Bei allen drei Methoden tritt die endgültige Stabilisierung nach zwei bis vier Wochen ein.


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15. Verhaltensregeln nach der Augenlaserbehandlung

Bitte warten Sie mit dem Haare waschen, Schminken und Duschen sowie dem Auto fahren ein bis zwei Tage. Nach ein bis zwei Wochen, nach der vollständigen Regeneration des Epithels, dürfen Sie schwimmen, saunieren und leichter sportlicher Betätigung nachgehen. Nach 6 Wochen besteht keine Einschränkung mehr.


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16. Wie lange ist man nach einer Augenlaser-Behandlung arbeitsunfähig?

Abhängig von der Behandlungsmethode ist man in der Regel 1 bis 4 Tage arbeitsunfähig. Da es sich bei einer Augenlaserbehandlung um einen komfortmedizinischen Eingriff handelt, kann Ihnen Ihr Augenarzt leider keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen, bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Planung.


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17. Was versteht man unter Aberration höherer Ordnung

Fehlsichtigkeiten wie Kurz- und Weitsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung können durch Brillen oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Daneben gibt es aber auch Brechungsfehler, die durch diese Korrekturen nicht ausgeglichen werden können. Meistens ist die erreichte Sehschärfe auch nicht normal. Oft ist in diesen Fällen der Betroffene auch nicht gerne nachts mit dem Auto unterwegs, da er schnell geblendet und die Nachtsicht eingeschränkt ist. Diese Fehlsichtigkeiten können mit dem Aberrometer gemessen werden und bei der LASIK mit beseitigt werden. Ziel ist hierbei, das persönliche bestmögliche Sehen zu erlangen.


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